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Topinambur – die gesunde Alternative zur Kartoffel

Topinambur ist eigentlich eine Sonnenblume, deren Knollen aber vielseitig einsetzbar sind. Gesund und lecker wächst Topinambur heute in vielen Gärten. Dabei ist die Pflanze keineswegs neu. Topinambur war schon den indigenen Völkern Mexikos bekannt. Heute wird die Sonnenblume gerade wieder neu entdeckt. Das Wurzelgemüse können Sie in vielen Gerichten verwenden. Seine gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe können bei vielen Erkrankungen unterstützend wirken.

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Topinambur – woher kommt die Sonnenblume?

Topinambur zählt zu den Korbblütlern und trägt den botanischen Namen Helianthus tuberosus. Verwandt ist die Pflanze mit der Yacon und bildet wie diese Wurzelknollen aus, die essbar sind. Sie ist auch als Knollen-Sonnenblume, Erd-Sonnenblume, Ewigkeitskartoffel, Indianerkartoffel oder Erdartischocke bekannt.

Ursprünglich stammt Topinambur aus Nord- und Mittelamerika. Ihr eigentliches Verbreitungsgebiet wird in Mexiko vermutet. Bereits in vorkolumbianischer Zeit nutzen indigene Völker die Pflanze als Kulturpflanze. Französische Auswanderer, die eine Hungersnot dank der Pflanzen überlebten, schickten die Knollen nach Europa. 1612 kamen sie so nach Paris und in den Vatikan. Im 19. Jahrhundert war Topinambur ein wichtiges Nahrungsmittel. Ab 1750 wurden die Knollen in Europa durch die Kartoffel verdrängt. Heute erlebt Topinambur sein Comeback.

Bei uns ist Topinambur ein Neophyt, der sich bei guten Bedingungen schnell ausbreitet. Die mehrjährige, krautige Pflanze kann bis zu drei Meter hoch werden. Der obere Trieb stirbt im Herbst ab um im Frühjahr neu auszutreiben.

Der beste Standort für Topinamburpflanzen

Wählen Sie für die Topinamburpflanzen einen vollsonnigen Standort. Hier fühlt sich die Sonnenblume am wohlsten. Der Boden sollte humos, etwas sandig und nur leicht kalkhaltig sein. Vorteilhaft ist eine Wurzelsperre, denn Topinambur wuchert schnell, wenn er sich wohlfühlt. Deshalb sollten Sie die Pflanzen auch abseits von anderen Gemüsearten pflanzen. Für eine Mischkultur ist die Pflanze aufgrund ihrer schnellen Ausbreitung nicht geeignet. Sie benötigt einen separaten Platz.

Topinamburpflanzen in die Erde bringen – so geht es

Bereiten Sie das Beet für Topinambur gut vor. Für einen guten Start geben Sie etwas reifen Kompost ins Beet. Pflanzen Sie die Topinamburpflanzen am besten im Frühjahr zwischen Mitte März und Ende April. Sie können aber auch zwischen Oktober und November die Pflanzen in die Erde bringen. Wie bei Kartoffeln sollten Sie bei Topinambur einen Abstand von 60 x 50 Zentimetern einhalten. Nach dem Ausbringen der Knollen gießen Sie die Pflanzen nur leicht an.

Topinambur braucht kaum Pflege

Kaum eine Pflanze ist pflegeleichter als Topinambur. Gießen brauchen Sie Topinambur nur in Trockenzeiten und auf sandigen Böden. Die Knollen mögen es nicht zu feucht. Versorgen Sie die Pflanzen ab und zu mit reifen Kompost. Das genügt für die Nährstoffversorgung. Überschüssige Triebe im Frühjahr können Sie ausreißen.

Topinambur ernten Sie wie Kartoffeln. Solange der Boden nicht gefroren ist, können Sie auch im Winter ernten. Reif sind die Knollen etwa ab Oktober. Sobald sich das Kraut braun färbt, sind die Knollen erntereif. Lagerfähig ist Topinambur aber nur schlecht. Deshalb sollten die Knollen so lange wie möglich im Boden bleiben.

Topinambur in der Küche – so schmeckt es

Topinambur hat einen angenehmen nussig Geschmack. Roh ähnelt der Geschmack eher der Artischocke, gekocht schmecken die Knollen etwas süßlich. Verwenden können Sie Topinambur in der Küche wie Kartoffeln. Sie können Topinambur aber auch roh verwenden. Die Rezeptvielfalt lässt kaum Wünsche offen. Ob mariniert, gebacken, gedünstet, roh, gekocht oder püriert, das Wurzelgemüse hat es in sich. Mögen Sie Topinambur nicht zu süßlich, geben Sie dem Kochwasser etwas Zitronensaft zu.

Topinambur ist besonders für Diabetiker als Nahrungsmittel interessant, denn im Gegensatz zur Kartoffel enthält die Knolle keine Stärke, sondern Inulin. Der präbiotische Ballaststoff wird von Diabetikern besser vertragen. Außerdem beeinflusst Inulin die Darmflora positiv und unterstützt die Ansiedlung guter Darmbakterien.