Erdbeeren gehören zu den liebsten Obstsorten der Deutschen. Pro Kopf werden in Deutschland 3,3 Kilogramm im Jahr verzehrt. Kein Wunder, denn die süßen Früchte schmecken einfach köstlich. Erdbeeren rangieren damit auf Platz vier der beliebtesten Obstsorten nach Äpfeln, Bananen und Trauben. Viele Gärtner bauen sich die roten Früchte im Garten an, um immer ausreichend versorgt zu sein. Doch im ersten Jahr der Pflanzung werden Sie oft mit der Ernte enttäuscht. Warum ist das so?
Warum Erdbeeren im ersten Jahr nur eine kleine Ernte bringen
Frisch gepflanzt enttäuschen Erdbeeren im ersten Jahr oft bei der Ernte. Das ist ganz normal, denn ihre Energie steckt die Pflanze in das Wurzelwachstum und den Aufbau der Blattmasse. Auch die Bildung von Ausläufern nimmt viel Energie weg. Für Früchte ist nur noch wenig Energie da. Die Pflanzen müssen sich am neuen Platz erst etablieren. Sie sollten deshalb für einen optimalen Standort mit leicht saurem Boden und ausreichend Sonne sorgen, damit der Prozess schnell abgeschlossen wird.
Der richtige Pflanzzeitpunkt macht es
Eine wichtige Rolle spielt dabei der Zeitpunkt der Pflanzung. Pflanzen Sie Erdbeeren erst im Frühjahr, werden die Pflanzen im gleichen Jahr kaum tragen. Die Zeit bis zur Blüte ist kurz und die Pflanzen bringen nur eine kleine Ernte.
Besser ist die Pflanzung im Spätsommer und Herbst. Zwischen Juli und August ist die beste Zeit zum Pflanzen. Die Erdbeerpflanzen haben dann Zeit anzuwachsen. Besonders einmal tragende Sorten legen ihre Blütenknospen schon im zeitigen Herbst an. Erdbeeren, die im Frühjahr gepflanzt werden, können diesen Zyklus nicht durchlaufen und tragen deshalb erst im nächsten Jahr ausreichend.
Haben Sie Geduld und pflegen Sie die Erdbeeren gut
Sie können Ihre Erdbeerpflanzen aber etwas unterstützen und ihnen die Anwachsphase erleichtern. Wichtig ist, dass Sie etwas Geduld mitbringen, denn ab dem zweiten Jahr können Sie bei guter Pflege mit einer reichen Ernte rechnen.
Entfernen Sie im ersten Jahr alle Ausläufer. In diese soll die Pflanze nicht ihre Energie stecken. So haben die Pflanzen mehr Kraft für die Bildung der ersten Früchte.
Achten Sie unbedingt auf typische Erdbeerkrankheiten wie Grauschimmel oder Mehltau bei feuchtem Wetter. Krankheiten schwächen die Erdbeeren und reduzieren den Ertrag. Nur gesunde Pflanzen können Früchte bilden.
Eine gute Bodenpflege unterstützt die Fruchtbildung
Pflegen Sie Ihre Erdbeeren gut. Fehlende Nährstoffe und Konkurrenzpflanzen verhindern das Wachstum, führen zu Wachstumsstörungen und zu kleinen Früchten. Bereiten Sie deshalb das Beet schon vor dem Einpflanzen gut vor. Reifer Kompost oder Mist sorgen für ausreichend Nährstoffe. Sie sollten aber auch genau auf ausreichend Mineralstoffe und Spurenelemente achten. Ein Mangel an Bor, Calcium, Eisen oder Kalium führt ebenfalls zu einem verringerten Blütenansatz und damit auch zu einer kleineren Ernte. Ebenso kann zu viel Stickstoff die Ernte reduzieren, denn dieser führt zu viel Blattmasse, Anfälligkeit für Krankheiten und einem verminderten Ertrag.
Entfernen Sie regelmäßig Unkraut. Diese nehmen den Erdbeeren die Nährstoffe. Der Boden sollte immer leicht feucht sein. Gerade bei Erdbeeren ist Mulchen eine gute Möglichkeit, die Reihen unkrautfrei zu halten. Gleichzeitig bleibt der Boden feucht und das Bodenleben wird angeregt.
Mischen Sie Sorten für eine frühe Ernte
Haben Sie Ihren Garten gerade neu angelegt und wollen schon im ersten Jahr Erdbeeren ernten, sollten Sie verschiedene Sorten mischen. Optimal ist es, wenn Sie unter Ihre Erdbeeren Sorten pflanzen, die monatstragend sind. Diese tragen auch schon im ersten Jahr.