Schimmel im Zimmergewächshaus ist in der Anzucht ein häufiges Problem. Das passiert fast jeden Anfänger, aber auch Gartenprofis. Der Grund dafür ist ein zu feuchtes Kleinklima. Vergessen Sie dann auch noch zu Lüften, bleibt die Feuchtigkeit im Zimmergewächshaus stehen und begünstigt die Entstehung von Schimmel auf dem Substrat. Auch wenn der Schimmel selbst nicht schlimm ist, ist er ein Zeichen von zu hoher Feuchtigkeit, die den Keimlingen schaden kann. Sie sollten deshalb geeignete Maßnahmen ergreifen.
Woran erkennen Sie Schimmel im Zimmergewächshaus?
Schimmel zeigt sich meist als:
- Weißer, watteartiger Belag auf der Erdoberfläche,
- graue oder grünliche Flecken,
- muffiger, modriger Geruch,
- flaumige Strukturen rund um Samen oder Keimlinge.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen harmlosen Mineralablagerungen (weißlich und kristallin) und echtem Schimmel (flaumig, weich, oft mit Geruch). Im Zweifel sollten Sie vorsichtig handeln, um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden.
Woher kommt der Schimmel im Gewächshaus?
Die Ursachen für Schimmel im Zimmergewächshaus können sehr vielfältig sein. Meist sind eine zu hohe Luftfeuchtigkeit und eine mangelnde Luftzirkulation der Grund. Wenn Sie das Zimmergewächshaus zu wenig lüften, staut sich die Feuchtigkeit und begünstigt die Entstehung von Schimmelpilzen.
Aber auch zu viel Gießen kann zu Schimmel führen. Wenn Sie übermäßig gießen, entsteht Staunässe. Das ist einer der Hauptgründe für das Wachstum von Schimmelpilzen.
Niedrige Temperaturen können auch ein Grund sein. Eine kalte Umgebung in Kombination mit Nässe fördert den Schimmel.
Ein weiterer Grund ist fehlende Hygiene. Bevor die Anzucht startet, sollten Sie das Zimmergewächshaus gut säubern. Schimmelsporen in der Erde können Sie reduzieren, indem Sie diese eine halbe Stunde bei etwa 100 °C im Backofen erhitzen.
Und schließlich können auch zu eng stehende Sämlinge Schimmel begünstigen. Durch einen zu engen Pflanzabstand kann die Luft nicht zirkulieren und die Pflanzen trocknen nicht ab.
Sofortmaßnahmen: Was Sie bei Schimmel im Zimmergewächshaus tun können
Nehmen Sie die Abdeckung vom Zimmergewächshaus ab und lüften Sie gut und ausdauernd. Das sollten Sie mehrmals täglich machen. Den Schimmel auf dem Substrat entfernen Sie vorsichtig mit einem Löffel oder einem anderen Gegenstand. Lassen Sie das Substrat leicht antrocknen. Sämlinge, die stark befallen sind, entfernen Sie. Ein kleiner Tipp zum Thema Hausmittel: Zimt wirkt fungizid. Streuen Sie Zimt großzügig über betroffene Stellen.
So beugen Sie Schimmel im Zimmergewächshaus vor
Bevor Sie das Zimmergewächshaus verwenden, sollten Sie es gut säubern. So schleppen Sie keine Schimmelpilzsporen mit ein. Verwenden Sie unbedingt Anzuchterde. Diese ist nährstoffarm und fördert das Wachstum von Schimmelpilzen weniger.
Am besten ist es natürlich immer, wenn Sie vorbeugen. Deshalb sollten Sie richtig gießen und täglich lüften. Gießen Sie nicht von oben, sondern in den Untersetzer. Ist das nicht möglich, verwenden Sie eine Sprühflasche zum Gießen. Damit können Sie besser dosieren. Gelüftet wird täglich mehrmals für 10 bis 15Minuten.
Säen Sie nicht zu viele Samen an eine Stelle, sondern lassen Sie ausreichend Abstand.
Das ist noch wichtig
Sobald die Samen gekeimt sind und die ersten Keimblätter haben, können Sie die Haube abnehmen. Jetzt sind Licht und die richtigen Temperaturen wichtig. Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist nicht mehr notwendig. Gießen Sie trotzdem mit Bedacht. Die Temperaturen können etwas geringer sein als in der Keimphase.
Ist Schimmel immer gefährlich?
Nicht jeder Schimmelbefall bedeutet automatisch das Aus für Ihre Anzucht. Ein leichter Befall auf der Erdoberfläche kann häufig problemlos beseitigt werden, wenn Sie schnell reagieren. Kritisch wird es, wenn:
- Keimlinge direkt befallen sind,
- die Umfallkrankheit auftritt,
- der Schimmel tief ins Substrat eingedrungen ist.
In solchen Fällen ist es oft besser, neu auszusäen, statt geschwächte Pflanzen weiterzuziehen.