Bei der Hundsrose, die wissenschaftlich auch als (Rosa canina) bezeichnet wird, handelt es sich um eine der bekanntesten Wildrosen innerhalb von Europa. Die Hundsrose ist eine wertvolle heimische Pflanze und begeistert mit wunderschönen Blüten und den Hagebutten als vitaminreichen Früchten dieser Wildrosen. Dadurch ist die Hundsrose gleichermaßen beliebt in Naturheilkunde und Küche und zusätzlich aus ästhetischer Sicht ein absoluter Hingucker. Im weiteren Verlauf dieses Artikels erfahren Sie alle wichtigen Informationen rund um die Hundsrose. So gehen wir unter anderem auf Anbau und Pflege sowie auf die gesundheitlichen Vorteile der Rosa canina ein und verraten am Ende auch noch ein interessantes Rezept rund um die vitaminreichen Hagebutten.
Wissenswertes zur Hundsrose
Die Windsrose ist eine anspruchslose und winterharte Pflanze, die mit bis zu drei Metern eine stolze Höhe erreichen kann. Gut zu erkennen ist die Windsrose an den typischen fünfblättrigen Blättern, den weißen bis rosa Blüten und den bekannten, rot leuchtenden Hagebutten. Die beliebten Früchte der Rosa Canina sind im Herbst reif und können dann ohne großen Aufwand geerntet werden.
Im europäischen Raum ist die Hundsrose weit verbreitet und bevorzugt als Standort vor allem Hecken und Wiesen, sowieso Waldränder. Aufgrund der vorhandenen Robustheit eignet sich die Windsrose aber auch hervorragend für einen naturnahen Garten und dient vielen Tieren als wertvolle Nahrungsquelle. Die Hagebutten weisen generell einen sehr hohen Vitamin-C-Gehalt auf und werden auch aus diesem Grund schon seit vielen Jahrhunderten in Volksmedizin und Naturheilkunde geschätzt.
Sorten
Die Hundsrose ist eine von vielen Wildrosenarten, die allesamt in Europa beheimatet sind. Neben der Rosa Canina gehören unter anderem die folgenden Sorten zu den am weitesten verbreiteten Wildrosenarten:
- Rosa canina (Hundsrose): Die klassische Hundsrose kommt vor allem an Waldrändern und in Hecken vor. Diese Wildrosenart fällt durch ihre zartrosa Blüten und die leuchtend roten Hagebutten auf.
- Rosa gallica (Essigrose): Bei der sogenannten Essigrose handelt es sich ebenfalls um eine äußerst robuste Sorte, die besonders häufig für die Herstellung von hochwertigem Rosenöl verwendet wird.
- Rosa rugosa (Kartoffelrose): Die Kartoffelrose gilt als besonders widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und ist außerdem bekannt für die vorhandenen besonders großen Hagebutten.
- Rosa pendulina (Alpenrose): Diese Wildrosenart wächst, wie es der Name schon vermuten lässt, in den europäischen Gebirgsregionen. Die Alpenrose zeichnet sich durch eine starke Winterhärte aus und fällt nicht zuletzt durch besonders leuchtende rote Hagebutten aus.
Grundsätzlich hat jede Wildrosenart ihren eigenen Charakter und bietet sich dadurch für verschiedene Verwendungszwecke und unterschiedliche Standorte an.
Anbau und Pflege
Bei der Hundsrose handelt es sich um eine sehr pflegeleichte Pflanze, die sich auch hervorragend für den Anbau im eigenen Garten anbietet. Diese Wildrose überzeugt mit einer hohen Widerstandsfähigkeit und benötigt nur sehr wenig Pflege und Aufmerksamkeit. Bei der Wahl eines geeigneten Standorts mit guten Bodenbedingungen kann die Hundsrose sehr alt werden und lange Freude bereiten.
Standort und Boden
Die Rosa canina bevorzugt halbschattige bis sonnige Standorte und gedeiht besonders gut bei durchlässigem und kalkhaltigem Boden. Die Hundsrose begeistert aber auch mit einer hohen Anpassungsfähigkeit und wächst auch auf nicht perfekten Böden hervorragend, zumindest so lange keine starke Staunässe rund um die Hundsrose entsteht. Empfehlenswert ist außerdem ein Standort mit hoher Luftzirkulation, um Krankheiten zu verhindern und die Pflanze dauerhaft gesund zu halten.
Aussaat im Freiland
Bei der Hundsrose ist eine Aussaat im Herbst zu empfehlen. Das hängt vor allem damit zusammen, dass die Samen dieser Wildrosenart für die gewünschte Keimung eine Kälteperiode benötigen. Die Samen der Rosa canina können Sie problemlos ins Freiland säen. Hierbei gilt es, die Samen leicht in den Boden zu drücken und dann mit einer dünnen Erdschicht zu bedecken. Die Keimung dauert bei der Hundsrose meistens mehrere Monate und dadurch dauert es häufig bis zum kommenden Frühling, bevor die ersten kleinen Pflanzen zu sehen sind.
Anbau im Kübel
Die Hundsrose lässt sich erfreulicherweise auch hervorragend in einem Kübel anpflanzen. Allerdings benötigt diese Wildrosenart bei einer Anpflanzung im Kübel im Vergleich zum Freilandanbau ein wenig mehr Pflege. Verwenden Sie unbedingt einen ausreichend großen Blumentopf und achten Sie auf eine gute Drainage, um gefährliche Staunässe zu verhindern. Wichtig für ein gutes Wachstum der Rosa canina ist eine nährstoffreiche und hochwertige Erde. Zusätzlich begünstigt ein heller und sonniger Standort das Wachstum der Blüten und die Ausbildung von leckeren Hagebutten.
Pflege
Die Hundsrose ist pflegeleicht und erfordert dadurch keinen größeren Pflegeaufwand. Es empfiehlt sich aber idealerweise im Frühling einmal pro Jahr, organischen Dünger oder Kompost um die Pflanze herum, auszubringen. Dadurch wird das Wachstum der Hundsrose nachhaltig gefördert. Empfehlenswert ist es, Unkraut rund um die Pflanze regelmäßig zu entfernen, um der Hundsrose ein ungestörtes Wachstum zu ermöglichen. Grundsätzlich ist die Hundsrose äußerst robust und benötigt im Normalfall auch in den Wintermonaten keinen zusätzlichen Schutz und kommt nicht zuletzt auch mit starker Kälte hervorragend zurecht.
Ernte und Lagerung
Die Hagebutten sind reif und bereit für die Ernte, wenn sie im Herbst eine intensive rote Färbung aufweisen. Sie sollten die Hagebutten möglichst vor einem ersten Frost ernten, weil die Früchte dann noch einen besonders hohen Gehalt an Vitamin C aufweisen. Nach der abgeschlossenen Ernte können Sie die Hagebutten entweder direkt oder auch getrocknet weiterverarbeiten. Getrocknete Hagebutten können hervorragend an einem dunklen und kühlen Ort gelagert werden und halten sich bei einer solchen Lagerung problemlos über mehrere Monate.
Hundsrose Erziehen
Wenn Sie die Hundsrose zu einer Hecke formen oder in eine andere Form bringen wollen, dann können Sie die jungen Triebe der Pflanze vorsichtig an Rankgitter oder auch Stützen befestigen. Dadurch wird ein buschartiges Wachstum bei der Hundsrose gefördert und es hilft der Pflanze auch, eine dichtere Struktur zu entwickeln. Die Hundsrose ist hervorragend für naturnahe Hecken geeignet. Darüber hinaus bieten die Pflanzen gerade auch als Hecke Schutz für Insekten und Vögel und stellen reichlich Nahrung für diese und andere Tiere bereit.
Hundsrose Schnitt
Ein regelmäßiger Schnitt ist bei der Hundsrose nicht unbedingt erforderlich. Allerdings kann man mit einem regelmäßigen Schnitt dazu beitragen, dass die Pflanze schneller wächst und man die Hundsrose besser in der gewünschten Form halten kann. Entweder bereits im Spätwinter oder ansonsten im Frühling empfiehlt es sich, beschädigte und abgestorbene Äste an der Rosa canina zu entfernen. Durch einen leichten Rückschnitt an den älteren Trieben kann man zusätzlich die Bildung von Blüten und auch den Hagebutten fördern.
Schädlinge und Krankheiten
Die Hundsrose ist eine ziemlich widerstandsfähige Pflanze und hat in der Regel nur wenige Probleme mit Schädlingen und Krankheiten. Allerdings kann es auch bei der Hundsrose zwischendurch immer wieder mal zu Problemen mit Mehltau, Spinnmilben oder auch Blattläusen kommen. Aus diesem Grund ist es ratsam, die Pflanze regelmäßig auf Schädlingsbefall und Krankheiten zu prüfen. Für die Vermeidung von Krankheiten ist eine gute Belüftung von entscheidender Bedeutung. Bei einem Befall mit Schädlingen können Sie für die Bekämpfung entweder auf eine selbst hergestellte Seifenlösung oder auch auf biologische Schädlingsbekämpfungsmittel zurückgreifen.
Gesundheitliche Vorteile der Hundsrose
Die Früchte der Hundsrose werden als Hagebutten bezeichnet und stellen eine erstklassige Quelle für die Deckung des Vitamin-C-Bedarfs dar und können dadurch auch helfen, das Immunsystem zu stärken. Darüber hinaus enthalten die Hagebutten viele Antioxidantien, die eine entzündungshemmende Wirkung haben können und auch der allgemeinen Gesundheit zuträglich sind. Hagebutten werden in der Naturheilkunde außerdem auch gerne zur Linderung von Erkältungsbeschwerden und bei Problemen mit der Gelenkgesundheit eingesetzt.
Hagebutten gelten nicht zu Unrecht als natürliche Alternative zu chemisch hergestellten Vitamin-C-Präparaten und unterstützen auf schonende Weise das allgemeine Wohlbefinden.
Hundsrose in der Küche
Die Hagebutten der Hundsrose sind vielseitig einsetzbar. Traditionell werden Hagebutten schon immer zu Marmelade, Sirup und vor allem Hagebuttentee verarbeitet. Hagebutten begeistern mit einem leicht säuerlichen und fruchtigen Geschmack und sind sehr beliebt. Die getrockneten Hagebutten eignen sich unter anderem hervorragend als Bestandteil von verschiedenen vitaminreichen Teesorten und können helfen, gerade in der kälteren Jahreszeit das Immunsystem zu stärken.
Rezeptidee: Hagebuttenmarmelade
Wie bereits angesprochen gibt es eine ganze Reihe Möglichkeiten, um Hagebutten in der Küche auf verschiedene Arten und Weisen einzusetzen. An dieser Stelle geben wir Ihnen ein einfaches Rezept für Hagebuttenmarmelade an die Hand:
Zutaten:
- 1 kg frische Hagebutten
- 500 g Gelierzucker (2:1)
- 1 Zitrone
Zubereitung:
- Die Hagebutten waschen, entkernen und in einem Topf mit Wasser weichkochen.
- Die weichen Hagebutten durch ein feines Sieb streichen, um das Fruchtfleisch zu gewinnen.
- Das Fruchtfleisch mit dem Gelierzucker und dem Saft einer Zitrone in einem Topf mischen und unter Rühren aufkochen.
- Etwa 5 Minuten sprudelnd kochen lassen, bis die Marmelade geliert.
- Die heiße Marmelade in saubere Gläser füllen, fest verschließen und auf den Kopf stellen, bis die Gläser abgekühlt sind.
Diese zubereitete Marmelade ist reich an Vitamin C und schmeckt hervorragend auf Brot, als Füllung in Gebäck oder auch in Desserts. Die Hagebuttenmarmelade bietet einige gesundheitliche Vorteile und ist davon abgesehen einfach lecker.
Fazit
Bei der Hundsrose handelt es sich um eine heimische Pflanze, die sich unter anderem auch in einem naturnahen Garten oder auch als Zierpflanze wohl fühlt. Die Hagebutten der Hundsrose dienen auf der einen Seite für viele Wildtiere als wichtige Nahrungsquelle und erfreuen sich auf der anderen Seite ebenfalls in der Küche sowie in der Naturheilkunde einer großen Beliebtheit. Die Hundsrose (Rosa canina) ist auf jeden Fall aufgrund der angesprochenen positiven Eigenschaften und der gleichzeitigen einfachen Pflege eine perfekte Ergänzung für den eigenen Garten.