Ein Garten ohne Stauden geht gar nicht! Schließlich bieten die Gartenpflanzen viele Vorteile, wie etwa, dass sie uns eine lange Zeit Freude bereiten, dass sie krautig wachsen und somit das Beet gut „befüllen“ und natürlich, dass sie uns mit ihren Blüten Jahr für Jahr verwöhnen. Weiterhin benötigen die meisten Pflanzen wenig Pflege und sind für eine naturnahe Gestaltung optimal. Die Vielfalt ist groß, denn Stauden gibt es in unendlich vielen Größen, Formen und natürlich Farben. Benötigen Sie noch ein paar zündende Ideen für Ihr Beet oder für kahle Stellen, die bestückt werden sollen? Dann haben wir hier 10 beliebte Stauden der Deutschen für Sie aufgelistet.
Lavendel – der Allrounder mit mediterranem Duft
Botanischer Name: Lavandula angustifolia
Alternative Namen: Echter Lavendel
Familie: Lippenblütler
Arten: 30
Herkunft: Mittelmeerraum
Wuchshöhe: 30 bis 60 Zentimeter
Blütezeit: Juni bis August
Insektenfreundlich
Kurzer geschichtlicher Abriss
Lavendel wurde bereits in der Antike von Römern und Griechen genutzt. Sie verwendeten die duftenden Blüten und Blätter für Bäder, Parfüm und in der Medizin. Im Mittelalter verbreitete sich Lavendel dann in Klostergärten und galt als Schutz- und Heilpflanze. Gerade in der Provence ist Lavendel eine Symbolpflanze und wird dort auf großen Feldern kultiviert.
Lavendel – Standort und Pflege
Lavendel im Garten mag es vollsonnig und warm – je mehr Sonne, umso besser sind Blütenentwicklung und Duft. Der Boden sollte durchlässig, kalkhaltig oder neutral sein, ideal sind sandige oder steinige Böden mit einer guten Drainage. Jungpflanzen werden regelmäßig gegossen, ältere Pflanzen benötigen weniger Wasser, sie sollten nur bei längerer Trockenheit gegossen werden. Mit Dünger sollten Sie sparsam umgehen, im Frühjahr ist etwas organischer Dünger willkommen. Ansonsten fördert eine stickstoffarme Düngung die Blüte.
Geschnitten wird Lavendel jährlich im Frühjahr und zwar kräftig, allerdings nicht ins alte Holz, da er sonst nicht mehr austreibt. Nach der Blüte ist ein leichter Formschnitt möglich. Einen Winterschutz benötigt Lavendel nur, wenn er in rauen Lagen wächst, dann mit Reisig abdecken.
Lavendel – Krankheiten und Schädlinge
Lavendel ist robust und eher nicht anfällig. Bei zu nassem Boden kann Wurzelfäule entstehen. Bei großer Trockenheit und Haltung im Topf können Spinnmilben oder Blattläuse auftreten. Pilzkrankheiten sind selten und nur bei einer schlechten Belüftung möglich – daher nicht zu eng pflanzen.
Pfingstrosen – die Königin der Blütenpracht
Botanischer Name: Paeonia
Alternative Namen: Staudenpfingstrosen, Bauernpfingstrosen
Familie: Pfingstrosengewächse
Arten: ca. 30
Herkunft: Europa, Asien, Nordamerika
Wuchshöhe: 60 bis 100 Zentimeter
Blütezeit: Mai bis Juni
Insektenfreundlich, vor allem einfachblühende Sorten
Kurzer geschichtlicher Abriss
Pfingstrosen kennt man schon seit der griechischen Antike, als die Pflanze zu Heilzwecken verwendet wurde. In China wird sie seit mehr als 1.000 Jahren kultiviert und steht für Reichtum und Glück. Im 18. Jahrhundert kam sie vermehrt nach Europa und wurde zu einer der beliebtesten Zierpflanzen.
Pfingstrosen – Standort und Pflege
Die Staude steht gerne sonnig bis halbschattig – je mehr Sonne, je mehr Blüten. Der Boden sollte tiefgründig, humos, gut durchlässig und nährstoffreich sein. Bevorzugt wird eine neutrale bis leicht kalkhaltige Erde. Achtung: Pfingstrosen sind standorttreu, sie mögen es nicht, wenn sie umgesetzt werden. Jungpflanzen brauchen mehr Wasser, ältere werden nur bei längerer Trockenheit gegossen. Achten Sie darauf, dass keine Staunässe entsteht. Im Frühling düngen Sie mit Kompost oder einem organischen Volldünger, achten Sie darauf, dass sie nicht zu viel Stickstoff geben, da diese zwar das Laub, aber nicht die Blütenbildung fördert. Verwelktes kann zurückgeschnitten werden, ansonsten benötigen Pfingstrosen keinen Rückschnitt. Wenn Sie Pfingstrosen anpflanzen, kann es bis zu 3 Jahre dauern, bis sie das erste Mal blühen.
Pfingstrosen – Krankheiten und Schädlinge
Die Stauden sind bei unzureichender Luftzirkulation anfällig für Grauschimmel. Auch Braunfäule, die sogenannte Pfingstrosenwelke, kann auftreten, befallene Pflanzteile sollten Sie sofort entfernen. Schädlinge treten an Pfingstrosen nicht auf.
Herbst-Anemone – zarter Blütenraum zum Saisonausklang
Botanischer Name: Anemone hupehensis
Alternative Namen: Japanische Anemone
Familie: Hahnenfußgewächse
Arten: ca. 120
Herkunft: China, Japan
Wuchshöhe: 60 bis 120 Zentimeter
Blütezeit: August bis Oktober
Insektenfreundlich
Kurzer geschichtlicher Abriss
Seit Jahrhunderten werden Herbst-Anemonen in China und Japan in Gärten kultiviert. Erst im 19. Jahrhundert kam die Pflanze nach Europa, wo sie sich an Zierstaude mit später Blüte etablierte. Sie wird aufgrund ihrer zarten Blüten auch als „Windröschen des Herbstes“ bezeichnet.
Herbst-Anemonen – Standort und Pflege
Die Pflanze fühlt sich an sonnigen bis halbschattigen Plätzen wohl, ideal ist der lichte Schatten von Bäumen oder Büschen. Der Boden sollte humusreich, gut durchlässig, tiefgründig und nährstoffreich sein. Gießen Sie vor allem bei längeren Trockenperioden regelmäßig, ein gleichmäßig feuchter Boden ohne Staunässe fördert eine lange Blüte. Bei der Düngung genügt ein wenig Kompost oder organischer Dünger im Frühling. Schneiden Sie Herbst-Anemonen nach der Blüte im Spätherbst bodennah zurück, eine Mulchschicht schützt vor allem junge Pflanzen in der kalten Jahreszeit. Da die Anemonen unterirdische Ausläufer bildet, sollten Sie sie nicht zu dicht pflanzen. Hohe Sorten benötigen eine Stütze.
Herbst-Anemonen – Krankheiten und Schädlinge
Die Staude ist sehr robust, bei zu trockener Witterung kann gelegentlich Mehltau auftreten. Besonders an jungen Trieben sind Blattläuse möglich. Achten Sie auf eine gute Luftzirkulation.
Sonnenhut – leuchtender Dauerblüher
Anmerkung: Es gibt mit Echinacea und Rudbeckia zwei Pflanzenarten, die als Sonnenhut bezeichnet werden. Sie gehören zwar beide zur selben Pflanzenfamilie, sind aber nicht enger verwandt.
Botanischer Name: Echinacea purpurea / Rudbeckia fulgida
Alternative Namen: Scheinsonnenhut, Igelkopf / Rudbeckie
Familie: Korbblütler
Arten: ca. 10 (Echinacea), ca. 25 (Rudbeckia)
Herkunft: Nordamerika
Wuchshöhe: 40 bis 120 Zentimeter
Blütezeit: Juli bis September
Insektenfreundlich
Kurzer geschichtlicher Abriss
Echinacea wurde von den nordamerikanischen Ureinwohnern als Heilpflanze genutzt. Ab dem 19. Jahrhundert kam der Sonnenhut – ebenfalls als Arzeipflanze – nach Europa. Rudbeckia wurde dagegen im 17. Jahrhundert vom schwedischen Botaniker Olof Rudbeck entdeckt und wurde im 19. Jahrhundert eine beliebte Gartenstaude in Europa.
Sonnenhut – Standort und Pflege
Echinacea braucht mindestens 6 Sonnenstunden täglich, außerdem einen durchlässigen, leicht kalkhaltigen und mäßig nährstoffreichen Boden. Gießen Sie nur bei längerer Trockenheit und vermeiden Sie Staunässe. Eine Düngung ist Frühling ist in Ordnung, gehen Sie aber sparsam mit Stickstoff um. Nach der Blüte kann Echinacea zurückgeschnitten werden, um eine Selbstaussaat zu vermeiden.
Rudbeckia mag es ebenfalls sonnig, wächst aber auch im Halbschatten. Die Pflanze möchte einen nährstoffreichen, humosen Boden. Wässern Sie vor allem bei Trockenheit regelmäßig – im Gegensatz zu Echinacea verträgt Rudbeckia mehr Feuchtigkeit. Gedüngt wird einmal im Frühling mit Kompost oder organischem Volldünger. Verblühtes wird entfernt, im Herbst oder Frühling wird bodennah zurückgeschnitten.
Sonnenhut – Krankheiten und Schädlinge
Bei Echinacea kann Mehltau auftreten, wenn zu dicht gepflanzt wurde. Ansonsten ist die Staude bei Schnecken sehr beliebt. Auch Rudbeckia kann von Mehltau befallen werden, Schnecken mögen die Staude aber nicht.
Storchschnabel – vielseitiger Blütenspender mit Charme
Botanischer Name: Geranium
Alternative Namen: Garten-Storchschnabel
Familie: Storchschnabelgewächse
Arten: über 300
Herkunft: weltweit
Wuchshöhe: 20 bis 80 Zentimeter
Blütezeit: Mai bis September
Insektenfreundlich
Kurzer geschichtlicher Abriss
Bereits im Mittelalter erkannte man die Heilwirkung von Storchschnabel und führte ihn in der Volksmedizin ein. Im 16. Jahrhundert wurde die Pflanze das erste Mal in einem Kräuterbuch erwähnt. Beschrieben wurde Storchschnabel in der Botanik dann erst im 18. Jahrhundert, seit dem 19. Jahrhundert ist die Pflanze auch in Ziergärten zu finden.
Storchschnabel – Standort und Pflege
Je nach Art kann Storchschnabel in der Sonne, aber auch im Halbschatten und sogar im Schatten gepflanzt werden. Der Boden sollte durchlässig und humos sein. Ansonsten ist der Storchschnabel anspruchslos und anpassungsfähig. Gießen müssen Sie nur bei anhaltender Trockenheit. Eine Düngung ist in der Regel gar nicht nötig. Nach der Blüte fördert ein kräftiger Rückschnitt eine Nachblüte und einen kompakten Wuchs. Im Herbst oder zeitigem Frühjahr werden abgestorbene Pflanzenteile entfernt.
Storchschnabel – Krankheiten und Schädlinge
Da Storchschnabel sehr robust ist, gibt es nur sehr selten Probleme mit Blattläusen oder Mehltau. Auch Schnecken meiden den Storchschnabel.
Frauenmantel – sanfter Blattschmuck mit zartem Schleier
Botanischer Name: Alchemilla mollis
Alternative Namen: Weicher Frauenmantel
Familie: Rosengewächse
Arten: ca. 300
Herkunft: Europa, Asien
Wuchshöhe: 30 bis 50 Zentimeter
Blütezeit: Mai bis Juli
Insektenfreundlich
Kurzer geschichtlicher Abriss
Der botanische Name „Alchemilla“ leitet sich vom Wort „Alchemie“ ab. Das hat den Grund, dass Alchemisten im Mittelalter glaubten, dass die Tautropfen auf den Blättern des Frauenmantels besonders rein und für die Herstellung von „Steinen der Weisen“ geeignet seien. Im späten Mittelalter wurde die Pflanze in der Volksmedizin bei Frauenleiden verwendet. Im 19. Jahrhundert verbreitete sich die Staude dann immer mehr als Zierpflanze.
Frauenmantel – Standort und Pflege
Frauenmantel bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort, wächst aber auch im Schatten, dann jedoch mit weniger Blüten. Pflanzen Sie die Staude in einen humosen, gut durchlässigen und nährstoffreichen Boden. Leichte Lehmböden sind sehr gut geeignet. Wenn der Frauenmantel in der Vollsonne steht, sollten Sie bei längerer Trockenheit gelegentlich gießen. Eher trocken als zu nass halten und Staunässe vermeiden. Eine Düngung ist im Frühjahr mit Kompost vollkommen ausreichend. Um frisches Laub und eine eventuelle Nachblüte anzuregen, können Sie nach der Blüte einen radikalen Rückschnitt durchführen. Laubreste werden im Herbst oder Frühling entfernt. Da er sich selbst aussät, sollten Sie die Vermehrung kontrollieren.
Frauenmantel – Krankheiten und Schädlinge
Da Frauenmantel sehr robust und widerstandsfähig ist, wird er nur bei einem zu nassen Standort gelegentlich von Pilzen befallen. Schnecken sind kein Problem.
Taglilie – unkomplizierte Schönheit mit Farbenspiel
Botanischer Name: Hemerocallis
Alternative Namen: Grabenlilie
Familie: Tagliliengewächse
Arten: ca. 15
Herkunft: Asien
Wuchshöhe: 30 bis 100 Zentimeter
Blütezeit: Juni bis August
Insektenfreundlich (nur einfache Sorten)
Kurzer geschichtlicher Abriss
In der chinesischen Kultur sind Taglilien seit über 2.500 Jahren bekannt und das sowohl in der Heilkunde, wie auch als Zierpflanze und als essbare Blume. Erste Arten gelangten im 17. Jahrhundert nach Europa, im 20. Jahrhundert begann eine intensive Züchtung – heute existieren mehr als 60.000 Sorten.
Taglilien – Standort und Pflege
Ideal ist ein sonniger bis halbschattiger Standort mit bis zu 6 Sonnenstunden täglich. Der Boden sollte durchlässig, humos und neutral bis leicht sauer sein. Gerade frisch gepflanzte Taglilien sollten sie regelmäßig gießen, ältere sin dagegen trockenheitsresistent. Allerdings sollten Sie zur Blütezeit ausreichend gewässert werden. Im Frühjahr etwas Kompost oder organischen Dünger geben, das genügt in der Regel. Um neue Blüten zu fördern, schneiden Sie Verblühtes regelmäßig ab, Welkes Laub dann im Herbst oder Frühjahr bodennah entfernen. Um die Blühfreudigkeit zu erhalten, sollten Taglilien alle 5 bis 7 Jahre geteilt werden.
Taglilien – Krankheiten und Schädlinge
Die Pflanze ist sehr robust und kaum anfällig für Krankheiten oder Schädlinge. Auftreten kann gelegentlich die Taglilien-Gallmücke, dies zeigt sich durch verformte Knospen. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit kann die Blattfleckenkrankheit auftreten.
Bergenie – Frühlingsbote mit dekorativem Laub
Botanischer Name: Bergenia
Alternative Namen: Riesensteinbrech
Familie: Steinbrechgewächse
Arten: ca. 10
Herkunft: Zentral- und Ostasien
Wuchshöhe: 25 bis 40 Zentimete
Blütezeit: März bis Mai
Insektenfreundlich
Kurzer geschichtlicher Abriss
Benannt wurden Bergenien nach dem deutschen Arzt und Botaniker Karl August von Bergen. Von Asien gelangten die Pflanzen im 19. Jahrhundert nach Europa, wo sie als Zierpflanzen beliebt wurden. Besonders wegen ihres wintergrünen Laubs und der frühen Blütezeit pflanzte man sie sogar in Naturgärten und öffentlichen Anlagen an.
Bergenien – Standort und Pflege
Bergenien sind nicht wählerisch und wachsen sowohl in der Sonne, wie auch im Schatten. In der Sonne ist die Pflanze sehr blühfreudig, an schattigen Standorten wirkt eher das Laub. Der Boden sollte durchlässig, humos bis lehmig und nährstoffreich sein. Auch steiniger Boden ist möglich. Da die Staude Wurzeldruck toleriert, ist sie ideal zur Unterpflanzung von Gehölzen. Gießen ist nur bei längerer Trockenheit nötig, im Schatten ist sie beinahe pflegefrei. Eine intensive Düngung ist nicht erforderlich, etwas Kompost im Frühjahr fördert die Blüte. Verblühtes können Sie direkt entfernen. Bei großen Horsten ist eine Teilung im Frühjahr oder Herbst problemlos möglich.
Bergenien – Krankheiten und Schädlinge
Da Bergenien sehr robust sind, treten Krankheiten und Schädlinge kaum auf. Bei zu feuchter Witterung kann es gelegentlich zur Blattfleckenkrankheit kommen, die durch Pilze hervorgerufen wird. Gerade junge Pflanzen sind etwas anfällig für Schnecken.
Astilbe – filigrane Blütenwolken für den Schatten
Botanischer Name: Astilbe
Alternative Namen: Prachtspier
Familie: Steinbrechgewächse
Arten: ca. 30
Herkunft: Asien, Nordamerika
Wuchshöhe: 30 bis 120 Zentimeter
Blütezeit: Juni bis August
Kurzer geschichtlicher Abriss
Die Staude kam erst im 19. Jahrhundert von Asien bzw. Nordamerika nach Europa und galt damals noch als Exot. Später wurde sie durch Kreuzungen zu einer beliebten Gartenstaude vor allem für schattige Bereiche. Der Name stammt vom schottischen Botaniker George Don, der ihn aus dem Griechischen ableitete: „a“ bedeutet „ohne“ und „stilbe“ steht für „Glanz“. Den Namen gab er der Staude aufgrund des unscheinbaren Laubs mancher Wildarten.
Astilben – Standort und Pflege
Astilben sollten Sie im Halbschatten bzw. Schatten pflanzen. Der Boden ist ideal, wenn er humos, nährstoffreich und leicht sauer bis neutral ist. Gießen Sie regelmäßig, insbesondere bei längerer Trockenheit. Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht, vermeiden Sie aber Staunässe! Im Frühling eine Kompostgabe oder ein organischer Langzeitdünger genügen als Nährstoffgabe. Um den Boden feucht zu halten, hilft eine Mulchschicht. Verblühtes können Sie entfernen, welkes Laub sollten sie im Frühling abschneiden. Um die Blühfreude und Vitalität zu erhalten, sollten Sie Astilben alle 4 bis 5 Jahre teilen.
Astilben – Krankheiten und Schädlinge
Trockenheit führt bei Astilben zu Kümmerwuchs, auch die Blühfreudigkeit lässt nach. Wenn der Boden zu nass ist oder Staunässe entsteht, kann es zu Wurzelfäule kommen. Gelegentlich können Blattläuse oder Erdflöhe auftreten.
Funkie – Blattkünstler für den Schattenbereich
Botanischer Name: Hosta
Alternative Namen: Herzblattlilie
Familie: Spargelgewächse
Arten: ca. 40
Herkunft: Ostasien
Wuchshöhe: 20 bis 80 Zentimeter
Blütezeit: Juni bis August
Kurzer geschichtlicher Abriss
Seit Jahrhunderten werden Funkien in japanischen Tempelgärten kultiviert. Durch europäische Botaniker entdeckt, kamen die Stauden im 18. Jahrhundert nach Europa. Der Name stammt vom österreichischen Arzt und Botaniker Nikolaus Thomas Host. Seit dem 19. Jahrhundert ist sie eine beliebte Zierpflanze in europäischen aber auch nordamerikanischen Gärten.
Funkien – Standort und Pflege
Funkien mögen es halbschattig bis schattig. Einige Sorten tolerieren auch Morgensonne, aber keine pralle Mittagssonne. Pflanzen Sie die Stauden in einen humosen, gut durchlässigen, nährstoffreichen und neutralen bis leicht sauren Boden. Gießen Sie vor allem bei Wärme regelmäßig, der Boden sollte niemals austrocknen, aber es darf sich auch keine Staunässe bilden. Im Frühling geben Sie etwas Kompost oder organischen Dünger, bei Bedarf können Sie im Sommer leicht nachdüngen. Verwelktes Laub wird im Spätherbst entfernt, Blütenstände nach dem Verblühen abgeschnitten.
Funkien – Krankheiten und Schädlinge
Funkien haben vor allem im Frühling mit Schnecken zu kämpfen. Ansonsten sind sie sehr robust, selten können Viruskrankheiten wie das Hosta-Virus X auftreten, das an mosaikartigen Blattverfärbungen zu erkennen ist.