In einem gesunden Garten gedeihen Pflanzen prächtig. Natürlich können Sie nicht alles von Ihrem Garten fern halten. Doch mit ein paar Tricks können Sie Krankheiten und Schädlinge minimieren und so natürlich Ihre Ernte sichern. Meist sind es die kleinen Dinge, die Ihren Garten gesund erhalten. Richtige Pflanzungen, eine optimale Düngung und Bewässerung und auch die Ansiedlung von Nützlingen können für einen gesunden Garten sorgen, in dem sich Pflanzen wohlfühlen.
Bauen Sie Gemüse und Co richtig an
Der wichtigste Tipp, um Krankheiten und Schädlinge zu vermeiden oder zu reduzieren ist die Beachtung des richtigen Anbaus. Durch die Einhaltung von Pflanzabständen, Anbaubedingungen und der Kulturanleitung können Sie viel zur Gesundheit der Pflanzen beitragen. Gerade durch geringe Pflanzabstände werden viele Pflanzenkrankheiten weiter getragen. Aber auch der richtige Aussaattermin oder die optimale Pflege tragen dazu bei, Ihre Pflanzen gesund zu halten.
Der richtige Standort und die optimalen Nährstoffe
Der passende Standort ist notwendig, dass die Pflanzen optimal gedeihen. Eine sonnenhungrige Pflanze wird an einem schattigen Platz niemals den gewünschten Ertrag bringen und neigt immer zu Krankheiten. Zum richtigen Standort gehört auch der passende Boden mit ausreichend Nährstoffen. Gerade die Nährstoffe sind wichtig, denn sie sorgen für ein optimales und stabiles Immunsystem der Pflanzen, das in der Lage ist, sich gegen Schädlinge und Krankheiten zu wehren.
Besonders bei der Auswahl der Dünger sollten Sie achtsam sein. Manche Dünger können sogar die Entstehung von Krankheiten fördern. Zu viel Stickstoff kann zum Beispiel Erkrankungen durch saugende Schädlinge oder biotrophen Pilzen begünstigen. Gut abgestimmte, möglichst organische Dünger sind deshalb die beste Wahl.
Siedeln Sie Nützlinge im Garten an
Nützlinge sind ein perfektes Schild gegen Schädlinge im Garten. Igel, Marienkäfer, Regenwürmer, Schlupfwespe und Co vertilgen Schädlinge, die Ihre Ernte vernichten können. Wenn Sie Ihren Garten naturnah anlegen, siedeln sich viele der Nützlinge ganz von selbst an. Mit blühenden Wiesen, Todholzhaufen, Trockenmauern und vielen mehr schaffen Sie Nistplätze und Futterplätze für Nützlinge. Diese werden damit angelockt und kümmern sich um die unerwünschten Insekten im Garten. Durch die biologische Schädlingsbekämpfung können Sie auf die Chemiekeule verzichten.
Verwenden Sie Pflanzen als Medizin für Pflanzen
Klingt verrückt, funktioniert aber. Besonders Kräuter können für mehr Pflanzengesundheit sorgen. Durch die ätherischen Öle können Sie Schädlinge abwehren. So lässt sich Lavendel wunderbar gegen Blattläuse einsetzen und Rosmarin und Thymian vertreiben Schnecken. Doch auch Zwiebeln und Knoblauch sind echte Pflanzenschützer. Beide helfen sehr gut gegen die Weiße Fliege beim Kohl. Welche Pflanzen gegen welche Schädlinge einzusetzen sind, erfahren Sie in unserem Bolgartikel.
Bewässern Sie überlegt den Garten
Zu viel Wasser ist ebenso schlecht wie zu wenig Wasser. Prinzipiell ist aber auch beim Gießen weniger mehr. In vielen Gärten wird viel zu viel gegossen. Zum einen bilden so Pflanzen keine tiefen Wurzeln aus, die für eine Nährstoffaufnahme wichtig sind, zum anderen werden Pilzerkrankungen gefördert. Gießen Sie also lieber etwas weniger, dafür aber intensiv. Wie Sie richtig gießen, erfahren Sie in unserem Blogartikel.
Halten Sie Fruchtfolgen ein
Die richtige Fruchtfolge ist für einen gesunden Garten wichtig. Wenn Sie gleiche Pflanzen immer wieder auf den gleichen Platz pflanzen, können Krankheiten sich entwickeln und weiter getragen werden. Besonders bodenbürtige Krankheitserreger entstehen und führen zu großen Ernteverlusten. Doch nicht nur Krankheitserreger werden durch eine falsche Fruchtfolge begünstigt, sondern auch das Wachstum von unerwünschten Beikräutern. Deshalb ist es wichtig, dass Sie die Reihenfolge von Schwachzehrern, Mittelzehrern und Starkzehrern berücksichtigen und auch die Fruchtfolge dabei beachten.
Halten Sie die Gartengeräte sauber
Viele Gärtner vergessen leider, dass sie mit Gartengeräten Krankheiten und Schädlinge übertragen können. Deshalb sind saubere Gartengeräte das A und O. Achten Sie darauf, dass Sie die Geräte regelmäßig reinigen. Vor allem dann, wenn Sie kranke Pflanzen behandeln, sollten Sie mit den gleichen Werkzeugen nicht aufs nächste Beet ziehen, ohne die Geräte vorher zu reinigen. Außerdem sollten Sie die Gartenwerkzeuge in Abständen desinfizieren. Dazu können Sie heißes Wasser, eine Essigessenz oder Spiritus verwenden.
Entsorgen Sie kranke Pflanzenreste umgehend
Pflanzenteile von kranken Pflanzen sollten Sie umgehend aus dem Garten entfernen. Erkrankungen, die durch Bakterien oder Pilze verursacht werden, verbreiten sich sonst in Windeseile im ganzen Garten. Erkrankte Pflanzenteile sollten Sie nicht über den Kompost entfernen. Entweder Sie verbrennen die Reste oder Sie entsorgen die Teile über den Restmüll. Auch Pflanzenteile die von Schädlingen befallen sind, sollten Sie über den Hausmüll entsorgen. Die Schädlinge können sich sonst im Kompost oder den Beeten einnisten. Als Dünger würden Sie dann diese auf gesunde Gemüsepflanzen verteilen.
Verwenden Sie Hausmittel gegen Krankheiten und Schädlinge
Auch wenn der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln eine schnelle Hilfe verspricht, ist dem nicht so. Gerade beim Ausbruch der Pflanzenkrankheit oder beim ersten Befall mit Schädlingen reicht es oft aus, wenn Sie Hausmittel einsetzen. Chemische Mittel schädigen oft auch gesunde Pflanzen und vor allem die Umwelt. Gerade im häuslichen Garten sollten Sie darauf verzichten, denn oft bauen sie sich nicht so schnell ab. Reagieren Sie schnell auf Krankheiten und Schädlinge, reichen Hausmittel oft aus. Durch schnelles Handeln können Sie die Ausbreitung verhindern und Ihren Garten gesund halten.
FAQ – Fragen zum gesunden Garten
Warum können im Garten Schädlinge und Krankheiten an den Pflanzen auftreten?
Die Gründe dafür können sehr vielfältig sein. Neben der Jahreszeit, den Witterungsverhältnissen, der Qualität des Bodens und der Lage können auch die kultivierten Pflanzen oder die Einschleppung durch Zuflug oder Zuwanderung dafür verantwortlich sein.
Wie können Sie Nützlinge im Garten anlocken?
Da gibt es viele Maßnahmen. Pflanzen, die solche Nützlinge anlocken, Todholzhecken, Insektenhotels, Schaffung von natürlichen Lebensräumen und viele andere Maßnahmen sind dafür geeignet.
Welche Pflanzenschutzmittel sollten Sie im Garten verwenden?
Verwenden Sie vorrangig natürliche Pflanzenschutzmittel, da diese besser für die Umwelt sind. Chemische Pflanzenschutzmittel können mehr kaputt machen als helfen.
Kann Sauberkeit auch im Garten gegen Krankheiten helfen?
Natürlich. Dabei ist mit Sauberkeit kein perfekt aufgeräumter Garten gemeint. Sauberkeit heißt in erster Linie Lebensräume für Nützlinge zu schaffen, kranke und mit Schädlingen befallenen Pflanzenteile aus dem Garten zu entfernen und die Gartengeräte regelmäßig zu säubern.
Wie können Sie vorbeugen, dass Schädlinge und Krankheiten Ihren Garten befallen?
Ganz verhindern können Sie das natürlich nicht. Aber eine gute Pflege, die richtige Bewässerung, ein gesunder Boden und der Einsatz von effektiven Nützlingen können Schädlinge und Pflanzenkrankheiten drastisch reduzieren.