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Fungizide für den Garten – nicht so schlecht wie ihr Ruf

Auch wenn Fungizide derzeit in einem schlechten Ruf stehen, die Pflanzenschutzmittel sind wichtig. Fungizide werden zum Schutz und zur Bekämpfung von Pilzbefall bei Nutzpflanzen eingesetzt. Dabei muss das Fungizid nicht unbedingt aus chemischer Herstellung stammen. Auch Pflanzen können als Fungizid wirken. Beim Einsatz von Fungiziden gibt es aber Regeln, die Sie beachten sollten. Ganz verzichten kann man auf die pilzhemmenden und -tötenden Pflanzenschutzmittel aber nicht.

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Was sind Fungizide?

Fungizide sind biologische oder chemische Wirkstoffe, die Pilze und deren Sporen abtöten. Sie Wirkstoffe können auch das Wachstum der Pilze für eine gewisse Zeit verhindern. Der Namen leidet sich vom „fungizid“ „pilztötend“ ab. Die Pflanzenschutzmittel werden vor allem in der Landwirtschaft angewendet, aber auch in Kleingärten. Mit den Produkten können Sie Schadpilze bekämpfen, die sonst zu großen Ernteausfällen führen können.

Dass Fungizide durchaus ihre Berechtigung haben, zeigt die Geschichte. So kam es in den Jahren 1845/46 in Irland zum totalen Ausfall der Kartoffelernte durch Schadpilze. Über eine Million Iren starben an der Hungersnot. Der gleiche Pilze verursachte auch in Deutschland in den Jahren 1916/17 große Ernteausfälle bei den Kartoffeln. Der Winter ist in Deutschland unter der Bezeichnung „Steckrübenwinter“ in die Geschichte eingegangen.

Nicht jedes Fungizid ist gleich

Fungizide unterscheiden sich in der Wirkungsweise. Deshalb sollten Sie das Fungizid nach der Pilzerkrankung wählen. Ob Mehltau, Kraut- und Braunfäule, Rostpilze oder eine andere Pilzerkrankung – es sind immer wieder andere Produkte notwendig. Wichtig ist auch, dass Sie das Fungizid regelmäßig wechseln sollten. Pilze können auf den Wirkstoff resistent werden.

Biologische und chemische Fungizide – wo liegt der Unterschied?

Wenn über Fungizide gesprochen wird, ist meist die Rede von chemischen Produkten. Dabei gibt es auch viele biologische Produkte, die auf der Basis von Pflanzen mit pilztötenden Inhaltsstoffen hergestellt werden. Fungizide auf der Basis von Ackerschachtelhalm, Hafer oder anderen pflanzlichen Inhaltsstoffen sind gerade für den Kleingarten ideal. Allerdings brauchen die Produkte etwas Zeit, bis sie wirken. Schneller und effektiver sind chemische Fungizide. Sind die Pflanzen bereits stark geschädigt, sind sie die bessere Wahl. Beim Einsatz von Fungiziden sollten Sie aber immer vorsichtig und überlegt vorgehen. Umweltschonende Anwendungen sind in jedem Fall die bessere Wahl.

So wenden Sie Fungizide an

Je eher Sie die Produkte einsetzen, desto besser. Größere Schäden können Sie so an den Pflanzen vermeiden. Pflanzen, die stark von Pilzerkrankungen geschädigt sind, können Sie nur schwer retten. Bringen Sie die Fungizide an einem windstillen und kühlen Tag aus. Am besten eignen sich die Morgenstunden oder Abendstunden. Die Temperaturen sollten nicht zu hoch sein. Vermeiden Sie unbedingt das Ausbringen bei einer hohen Sonneneinstrahlung. Der Wirkstoff verdampft dann schnell und es können Verbrennungen an den Pflanzen auftreten.

Fungizide richtig anwenden

Sobald Sie eine Pilzerkrankung erkennen, können Sie mit der Behandlung der Pflanzen beginnen. Dabei ist eine sachgemäße Anwendung wichtig. Wählen Sie das Produkt genau nach der Erkrankung und nach den betroffenen Pflanzen. Das bei Kulturen, die Sie verzehren, ein entscheidender Faktor. Kaufen Sie die Packungsgröße nach der Anzahl der betroffenen Pflanzen. Bei der Anwendung sollten Sie die Angaben der Hersteller berücksichtigen. Nur so können Sie die gewünschte Wirkung erzielen. Leiten Sie auch Maßnahmen ein, welche den Behandlungserfolg unterstützen. So kann es notwendig werden, betroffene Früchte und Pflanzenteile einzusammeln.

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