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Gemüsesamen Portulaksamen

Portulak, das gesunde Wintergemüse

Noch ist in unseren Breiten der Portulak relativ unbekannt. Dabei ist das frische Gemüse super gesund und kann einfach im Garten kultiviert werden. Die Kultur- und Heilpflanze ist eine Delikatesse in der Küche. Ihr angenehmer Geschmack lässt sich in viele Gerichte einbringen. Portulak ist starkwüchsig und stellt keine großen Anforderungen an die Pflege.

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Schon Hildegard von Bingen nutzte Portulak

Eigentlich stammt Portulak aus Kleinasien und Afrika. Inzwischen fühlt sich das einjährige Wildgemüse aber auch in unseren Gärten wohl. Hildegard von Bingen erwähnte den Portulak bereits in ihren Schriften und nutzte ihn nicht nur als Gemüse, sondern auch als Heilkraut.

Portulak gibt es in zwei Arten: den Gemüse-Portulak oder Sommerportulak, den Sie im Garten kultivieren können, und den frostfesten Winterportulak, der auch den Namen Winterpostelein trägt. Er ist in den Küstenregionen Nordamerikas zuhause und tritt in unseren Gemüsegärten als Neophyt auf.

Portulak ist sehr gesund und enthält viele Vitamine und Omega-3-Fettsäuren. Der Geschmack ist leicht salzig, nussig und etwas säuerlich.

Portulak säen – sonnige Lage bevorzugt

Der Sommer Portulak ist ein wahrer Sonnenanbeter. Wählen Sie deshalb eine sonnige und warme Lage. Optimal sind Böden, die durchlässig und locker sind. Die Erde sollte nicht zu feucht sein, der Boden darf ruhig etwas sandig sein. Gesät wird ab Anfang April. Bringen Sie nicht zu viel Portulaksamen mit einem Mal aus. Besser ist es, im Abstand von 14 Tagen immer wieder zu säen, sodass Sie über den gesamten Sommer das frische Gemüse zur Verfügung haben. Bis August können Sie Portulak säen.

Portulaksamen können Sie breitwürfig säen. Sie können aber auch den Samen in Reihen ausbringen. Die Reihen sollten einen Abstand von mindestens 20 Zentimetern haben. Der Samen kommt etwa einen Zentimeter tief in die Erde. Bedecken Sie den Samen nur leicht mit Erde. Die Samen keimen dann besser. Sind die Jungpflanzen aufgegangen, werden sie auf 15 bis 20 Zentimeter vereinzelt.

Sie können Portulak auch vorziehen. Dabei haben sich Multitopfplatten bewährt. Portulak benötigt eine Keimtemperatur von circa 18 °C. Es ist aber nicht notwendig, den Samen vorzuziehen, da die Anzucht unkompliziert ist.

Portulak ist sehr genügsam

Portulak wächst sehr schnell und ist dabei super genügsam. Sie brauchen sich kaum um das Gemüse zu kümmern, wenn Sie vor der Aussaat etwas reifen Kompost ins Beet flach eingearbeitet haben. Die Pflanzen benötigen dann während der Wachstumsphase keinen Dünger mehr. Wässern müssen Sie nur dann, wenn lange Trockenzeiten sind. Vorübergehende Trockenheit macht den pflanzen nichts aus, da sie in ihren Blättern Feuchtigkeit speichern.

Damit die Blätter richtig fest und prall werden, sollten Sie etwa eine Woche vor der Ernte trockene Böden etwas gießen. Die Blätter nehmen das Wasser dann auf. Geerntet werden kann Portulak bereits vier bis sechs Wochen nach der Aussaat. Ernten Sie nicht die ganze Pflanze, sondern lassen Sie etwa ein Drittel stehen. Die Pflanze treibt dann neu aus. Wenn sich die Blüten öffnen, können Sie Portulak nicht mehr essen. Es werden dann zu viele Bitterstoffe eingelagert.

Portulak ist vielseitig in der Küche verwendbar

Portulak können Sie frisch und gedünstet essen. Das Gemüse ist sehr reich an Vitaminen, Magnesium, Eisen und essentiellen Fettsäuren. Die Blätter können Sie in jedem Salat verwenden. Portulak schmeckt würzig und bringt in Salate eine angenehme Frische. Sie können das Gemüse aber auch kurz blanchieren oder dünsten. Sehr lecker ist eine Zubereitung wie Spinat. Natürlich lassen sich auch Pestos, Kräuterbutter und vieles andere zubereiten.