Palmkohl Samen – Saatgut für den traditionsreichen Blattkohl

Palmkohl ist auch unter den Namen Kavolo Nero, Schwarzkohl, Toskanischer Kohl oder Lacinato Kale bekannt. Er zählt zu den ältesten Kohlsorten Europas. Mit seinen langen, dunkelgrünen Blättern und dem eleganten palmartigen Wuchs ist er nicht nur ein Blickfang im Garten, sondern zugleich ein äußerst gesundes und aromatisches Gemüse. Palmkohl wird aufgrund seines hohen Gehalts an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien schon seit Jahrhunderten geschätzt und erlebt heute als Trendgemüse in der modernen Küche ein beeindruckendes Comeback.

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Herkunft – Ein Gemüse mit toskanischer Tradition

Palmkohl hat seine Wurzeln in der italienischen Region Toskana, wo er bereits seit dem Mittelalter kultiviert wird. Dort ist er fester Bestandteil traditioneller Gerichte wie der berühmten „Ribollita“, einer herzhaften Gemüsesuppe. Botanisch gehört er zur Art Brassica oleracea, wie auch Grünkohl, Wirsing und Brokkoli. Doch im Gegensatz zu den meisten Kohlarten bildet Palmkohl keinen Kopf, sondern wächst als aufrechter Strauch mit langen, schmalen, gekräuselten Blättern.

So sieht der italienische Kohl aus

Seine robuste Natur und Widerstandsfähigkeit gegenüber Kälte machten ihn früher zu einem unverzichtbaren Wintergemüse, das selbst bei niedrigen Temperaturen frische Blätter lieferte. Heute ist Palmkohl in ganz Europa verbreitet – von Hausgärten bis zu professionellen Bio-Anbauflächen – und erfreut sich wachsender Beliebtheit.

Deutlich erkennbar ist der Schwarzkohl an seinen langen, dunkelgrünen Blättern, die wie bei einer Palme am Stiel wachsen. Je nach Sorte sind sie auch blaugrün oder fast schwarz. Der Rand ist loeicht gewellt.

Palmkohlsamen – Der beste Start für kräftige Gemüsepflanzen

Palmkohl lässt sich sehr einfach aus Samen ziehen und ist daher auch für Einsteiger bestens geeignet. Die Aussaat ist sowohl im Haus als auch direkt im Beet möglich. Die Aussaatzeit richtet sich danach, ob Sie mit einer Voranzucht starten möchten oder in Direktsaat säen. Die Voranzucht erfolgt ab März bis Mai im Haus oder Gewächshaus. Die Direktsaat im Freiland ist ab Mitte Mai bis Juli möglich.

Palmkohlsamen aussäen – darauf sollten Sie achten

Palmkohl keimt zuverlässig bei Temperaturen ab 10 °C, ideal sind jedoch 15–20 °C. Bei einer Vorkultur können die jungen Pflanzen später ins Beet gesetzt werden, um frühere und kräftigere Ernten zu ermöglichen. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht nass. Die Keimzeit beträgt gewöhnlich 5–10 Tage. Pikiert werden die Pflänzchen, sobald sie etwa 5 cm groß sind.

Zu den bekanntesten Sorten gehört der Palmkohl Nero di Toscana. Ideal ist, wenn Sie sich für Bio Saatgut entscheiden. Mit samenfesten Sorten können Sie sogar eigenes Bio Saatgut fürs nächste Jahr gewinnen.

Achten Sie darauf, die Jungpflanzen vor dem Auspflanzen abzuhärten, indem Sie sie zunächst tageweise an die Außenbedingungen gewöhnen.

Palmkohl – Standort und Bodenansprüche im Gemüsegarten

Palmkohl ist ein unkompliziertes Gemüse, das jedoch einige grundlegende Ansprüche hat, um optimal zu wachsen. Palmkohl liebt Sonne bis Halbschatten. An sonnigen Standorten bildet er besonders aromatische und feste Blätter aus. Dennoch ist er erstaunlich schattentolerant und gedeiht sogar in halbschattigen Bereichen, wo andere Kohlsorten oft schwächeln. Der Boden soll tiefgründig, nährstoffreich und humos sein. Er darf etwas feucht sein, wenn er gleichzeitig gut durchlässig ist.

Bringen Sie vor der Pflanzung am besten Kompost oder gut verrottetem Mist ein. Wie alle Kohlarten ist auch Palmkohl ein Starkzehrer.

Toskanischer Palmkohl - so wachsen die Pflanzen schnell

Palmkohl ist pflegeleicht, benötigt jedoch regelmäßige Aufmerksamkeit, um kräftig und gesund zu bleiben.

Palmkohl gießen

Palmkohl bevorzugt eine gleichmäßige Feuchtigkeit. Trockene Perioden führen zu härteren Blättern und verlangsamtem Wachstum. Besonders im Sommer sollten Sie regelmäßig gießen, am besten morgens oder abends, um Verdunstung zu vermeiden.

Palmkohl düngen

Als Starkzehrer benötigt Palmkohl ausreichend Nährstoffe. Arbeiten Sie schon bei der Pflanzung Kompost ein. Während der Hauptwachstumszeit zwischen Juni–September sollten Sie alle 3–4 Wochen mit organischem Dünger nachdüngen. Flüssige Pflanzenjauchen wie Brennnesseljauche sind ideal, um das Wachstum zu fördern.

Palmkohl mulchen

Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt, Stroh oder Laub bietet mehrere Vorteile. Die Schicht hält die Feuchtigkeit im Boden, verbessert das Bodenleben, verhindert Unkrautwuchs und schützt die Wurzeln vor Hitze.

Palmkohl ernten

Ernten Sie Palmkohl blattweise – von unten nach oben. Palmkohl braucht keine Frosteinwirkung. Sobald die Pflanze eine Höhe von rund 30–40 cm erreicht hat, können Sie beginnen, die ersten Blätter abzupflücken. Das kontinuierliche Abernten fördert neues Wachstum. So können Sie über viele Monate hinweg ernten – oft bis in den Winter hinein, denn Palmkohl ist sehr frosthart.

Leichte Fröste verbessern sogar sein Aroma, da die Pflanze mehr Zucker einlagert.

Schädlinge und Krankheiten beim Schwarzkohl

Typische Schädlinge der Kreuzblütler können gelegentlich auftreten:

  • Kohlweißling

  • Erdflöhe

  • Blattläuse

Vorbeugende Maßnahmen:

  • Kulturschutznetze

  • regelmäßige Kontrolle

  • Mischkultur mit Kräutern wie Salbei oder Thymian

  • Stärkung der Pflanze durch ausreichend Feuchtigkeit und Nährstoffe

Palmkohl ist jedoch insgesamt deutlich weniger anfällig als andere Kohlarten.

Das Wintergemüse in der Küche – Ein vielseitiges und gesundes Gemüse

Palmkohl ist nicht nur eine Augenweide im Garten, sondern auch ein äußerst vielseitiges Küchengemüse. Sein Geschmack ist milder und nussiger als der von Grünkohl, dabei gleichzeitig aromatisch und leicht süßlich. Je nach Zubereitung zeigt er verschiedene Facetten.

Palmkohl eignet sich für zahlreiche Gerichte wie Suppen und Eintöpfe, Pfannengerichte, Salate, Pasta oder Smoothies. Ein klassisches Gericht in der Toskana ist die Ribollita.

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