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Kräutersamen Dillsamen

Dill – für jede Gurke ist ein Kräutlein gewachsen

Dill, auch Gurkenkraut genannt, gehört in Europa zu den am meisten angebauten Gewürzpflanzen. Was wäre ein Gurkensalat oder eingelegte Gurken ohne Dill? Das Kraut gibt den Gurken erst den richtigen Geschmack. Anbauen können Sie Dill auch im Garten oder auf dem Balkon. Das Würzkraut ist anspruchslos und benötigt nur sehr wenig Pflege und lässt sich mühelos in Mischkultur anbauen.

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Woher kommt der Dill?

Dill ist ein Doldenblütler, der ursprünglich aus Indien und Vorderasien kommt. Inzwischen ist er in Nord- und Südamerika und ganz Europa zu finden. In Mitteleuropa gehört der Dill zu den am meisten angebauten Gewürzpflanzen. Bereits im alten Ägypten wurde Dill angebaut und als Heil- und Gewürzpflanze verwendet. Viele Pharaonen wurde Dill mit ins Grab gelegen. Bekannt war Dill auch bei den Römern und Griechen in der Antike.

Dill ist ein einjähriges Kraut, das bis zu 75 Zentimetern hoch wird. Alle oberirdischen Teile des Dills duften durch das enthaltene ätherische Öl stark. Die Stängel wachsen aufrecht, die Blätter sind fiedrig und die Blüten sind Dolden, die sich im Juli/August zeigen. Aus den Blüten entwickeln sich Früchte, die etwas schärfer schmecken, als die Blätter des Dills.

Hier fühlt sich Dill wohl

Dill liebt einen windgeschützten, sonnigen bis halbschattigen Standort. Der Boden darf feucht und mittelschwer sein. Staunässe sollte sich aber nicht bilden. Da Dill ein Schwachzehrer ist, kommt er auch auf mageren Böden gut zurecht.

Dill können Sie gut in Mischkultur anbauen. Zwischen Salat, Gurken und Kohl gedeiht er besonders gut. Bei Pastinaken und Möhren fördert der Dill die Keimung des Gemüses.

So säen Sie Dill

Dill können Sie auf der Fensterbank vorziehen oder ab April gleich an Ort und Stelle im Freiland aussäen. Da die Jungpflanzen beim Umpflanzen etwas empfindlich reagieren, sollten Sie die Direktsaat immer vorziehen. Aussäen können Sie im Freien, wenn es nicht mehr zu kalt ist und die Temperaturen über sieben Grad liegen. Dill wird mit einem Reihenabstand von 25 Zentimetern gesät. Die Keimdauer beträgt zwei bis drei Wochen. Dill können Sie mit einem Abstand von 14 Tagen als Folgesaat ausbringen. So können Sie bis zum Herbst ernten.

Dill braucht nur wenig Pflege

Viel Pflege benötigt Dill nicht. Halten Sie den Boden locker und Unkraut-frei, sodass Wasser gut abfließen kann. Bei großer Trockenheit sollten Sie etwas gießen. Düngen brauchen Sie nicht. Wenn Sie ab und zu mit Beinwell-Jauche gießen, fördern Sie das Wachstum.

Die Blätter vom Dill können Sie über den ganzen Sommer frisch ernten.

So können Sie Dill verwenden

Dill, denn Sie nicht frisch benötigen, können Sie auf unterschiedliche Weise konservieren. Trocknen funktioniert ebenso wie einfrieren oder das Einlegen der Dillspitzen in Öl. Beim Trocknen sollten Sie immer das ganze Kraut samt Dolde verwenden.

Dill können Sie zum Würzen von Fisch, Salaten, Geflügel, Soßen und mehr verwenden. Auch beim Einlegen von Gurken, Zucchini und anderen Gemüse gibt Dill den letzten Schliff. Sehr lecker schmeckt auch Kräuterquark mit Dill oder Gewürzbutter.

Besonders die Früchte vom Dill dienen als Heildroge. Dill hat eine verdauungsfördernde, krampflösende und blähungstreibende Wirkung. In der Volksmedizin wird Dill wie Kümmel eingesetzt. Die Wirkung ist aber etwas sanfter als beim Kümmel. Man sagt dem Dill auch nach, dass er den Milchfluss der Muttermilch anregen soll.